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Auch Küttigen gegen Menzo Reinach chancenlos

(5.10.2017)Ohne Chance ist tatsächlich wörtlich zu verstehen, denn diesmal blieb Menzo Hüter Yilmaz arbeitslos. Allerdings, geschenkt wurde den Oberwynentalern der Sieg keineswegs. Gegen das in dieser Meisterschaft defensiv starke Küttigen dauerte es eine Weile, bis sich die Übermacht der Einheimischen in Toren niederschlug. Die drei Punkte gehen aber insgesamt mehr als verdient an Menzo Reinach.

– hhe – Ein höchst zufriedener Spielertrainer Arshik Ahmetaj, der wegen seines Unfalls vor Saisonbeginn nach wie vor nicht einsatzfähig ist, nach Spielschluss: «Aus den drei Heimspielen budgetierten wir 7 Punkte, jetzt sind es 9. Das ist sehr erfreulich!». Und, sowohl Ahmetaj, wie auch sein Trainerkollege Cvijanovic, stuften das zu Null gar noch höher ein als das positive Torverhältnis aus den letzten drei Partien (10:3). Was aber den neutralen Zuschauer am meisten erstaunte, war die Chancenlosigkeit der Küttiger, die sich in der Tabelle immerhin im oberen Drittel angesiedelt haben und letzte Saison gar um den Aufstieg kämpften. Ein Verdienst das dem FC Menzo zuzuschreiben ist, denn man spielt nur so gut wie es der Gegner zulässt. Genau das war es, das den FC Menzo – trotz seiner zahllos vergebenen Möglichkeiten im ersten Durchgang – letzten Endes zum Erfolg führte. Menzo griff praktisch pausenlos an, gewann die Zweikämpfe, spielte zielstrebig und technisch um eine Klasse besser als der Gegner. Dass es insgesamt zu einer sehenswerten Partie kam, ist auch der umsichtigen und tadellosen Schiedsrichterleistung zu verdanken, der lediglich zwei Gelbe austeilte (Arshik Ahmetaj, Menzo und Michot, Küttigen).

Topchancen aber keine Tore

Mit dem Schwung der letzten Begegnungen präsentierte sich Menzo von Beginn weg selbstbewusst und dominant. Daraus resultierten in der ersten Hälfte mindestens ein halbes Dutzend Topchancen. Nebst Andric (Lattenschuss), Cvijanovic und Naserizadeh vergab auch Lavdim Shala, der mit seiner mannschaftsdienlichen und trickreichen Spielweise längst ein Tor verdient hätte. Doch es wollte einstweilen noch keinem Akteur ein erfolgreicher Abschluss gelingen. Küttigen kam in der ersten 45 Minuten gerademal zu zwei Freistössen aus aussichtsreicher Distanz, die aber von Loznjakovic weit über oder neben den Kasten von Yilmaz flogen.

Menzos Überlegenheit setzt sich durch

In der Pause soll Spielertrainer Cvijanovic seine Elf ermuntert haben: «Jungs, es ist egal ob wir am Schluss nur mit 1:0 gewinnen werden, doch unsere Überlegenheit wird sich auszahlen…». So war’s dann auch. Die Spielertrainer schenkten der Startformation das Vertrauen, verzichteten auf jegliche Auswechslungen, zumal es dafür auch keinen Grund gab. Die Tore – beide aus stehenden Bällen – waren letztlich die Belohnung für einen nie nachlassenden Einsatz. In der 60. Minute war es Captain Ardefrim Ahmetaj, der einen gefühlvollen Cvijanovic Freistoss zum 1:0 verlängerte. Und gute zehn Minuten danach stieg Naserizadeh nach einem Einwurf am höchsten und verwertete per Kopf zum 2:0.

Schon morgen Samstag kommt es zur Begegnung gegen Aufsteiger ASC Sanfelese Aarburg, das bislang noch nie bezwungen wurde, jedoch in der letzten Runde gegen Schlusslicht Gränichen 2 überraschend Punkte liegen liess (2:2). Kann auch das aufstrebende Menzo dem Spitzenreiter ein Bein stellen? Anpfiff auf der Fluckmatt um 18.00 Uhr.


FC Menzo Reinach – FC Küttigen 1 2:0 (0:0). Fluckmatt. 100 Zuschauer. Schiedsrichter Marco Pace, Suhr. Tore: 60. Ahmetaj Ardefrim 1:0, 73. Naserizadeh 2:0.

FC Menzo Reinach Yilmaz; Sebastian Nuhi, Ardefrim Ahmetaj, Kadri Shala, Dätwyler; Lavdim Shala, Andric, Katip Jusufi, Blättler; Naserizadeh, Cvijanovic. Keine Ein- und Auswechslungen. Menzo ohne Arshik Ahmetaj, Uysal und Ivancic (alle verletzt).

FC Zofingen 2 Giger; Hächler, Michot, Blattner; Hässig, Loznjakovic, Jannick, Marti; Melfa, Kolica, Vock. Des Weiteren kamen bei freiem Ein- und Auswechseln noch Militello und Miri zum Einsatz.