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Menzo gebremst – nur Remis

(9.10.2017) Sanfelese lässt im Wynental zum zweiten Mal in Folge Punkte liegen, bleibt aber weiterhin ungefährdeter Spitzenreiter. Menzo Reinach kann aber in der Verfolgergruppe weiterhin mithalten und fiel auch gegen den überraschenden Aufsteiger keineswegs ab.

– hhe – Die Serie der letzten Pflichtspiele hat gezeigt, dass das auf Saisonbeginn stark verjüngte Fanionteam des FC Menzo Reinach in der dritten Liga seinen Platz nicht nur behaupten, sondern durchaus in der Tabellenspitze ein wichtiges Wort mitreden kann. Unglücklich über das Remis ist man im Team des Spieltrainerduos Cvijanovic/Ahmetaj zwar nicht. Hätte die Partie indes einen Sieger verdient, dann hätten es die Oberwynentalern sein müssen. Cvijanovic: «Im Gegensatz zu Sanfelese kamen wir aus dem Spiel heraus zu einigen sehr guten Chancen, während der Gegner nur bei Standards gefährlich wurde». Sportchef Dätwyler hob die tadellose Verteidigungsarbeit seiner Truppe hervor. Dass Sanfelese jedoch nicht zufällig die Tabelle der Gruppe 1 der 3. Liga anführt, zeigte sich von Beginn weg. Von allen Teams, die in den letzten Wochen auf der Fluckmatt gastierten waren die Aarburger ohne Zweifel der härteste Brocken. Hart im wahrsten Sinne des Wortes, denn Sanfelese führt bekanntlich nicht nur die Tabelle nach Punkten an, sondern umgekehrt auch jene der Strafpunkte. Warum allerdings die Westaargauer – trotz einer Reihe von (taktischen) Fouls – an diesem Samstagabend ungestraft davonkamen, dürfte das Geheimnis des sonst gut arbitrierenden Refs Coluccia bleiben. Diesbezüglich setzte der «Unparteiische» den Massstab unterschiedlich an. Eine Gelbe hätte viel zur Beruhigung des doch etwas hektischen Spielgeschehens in der zweiten Hälfte beigetragen. Dennoch, die gut 150 Zuschauer bekamen an diesem kühlen Vorabend, auf einer tadellos präparierten Fluckmatt, eine attraktive Auseinandersetzung zweier topmotivierten Teams zu sehen.

Gegenseitige Neutralisierung

Beide Mannschaften traten einem 4-4-2 an. Sanfelese nahm jedoch gegenüber dem letzten Spiel gegen Gränichen einige Änderungen in der Startformation vor. Wenig zu ändern hatten Spielertrainer Cvijanovic und Coach Hans Häfliger, der den im Spital weilenden Trainerkollegen Ahmetaj vertrat (Gute und baldige Genesung, Arshik!). Einzig Koliqi stand anstelle des abwesenden Jusufi im halbrechten Mittelfeld. Nicht in der Anfangsphase schon in Rückstand zu geraten, stand zweifellos für beide Teams zuoberst im Pflichtenheft. So wunderte es nicht, dass Torabschlüsse Mangelware blieben. Einen hatten die Gäste etwa nach einer Viertelstunde, als Menzo-Hüter Yilmaz einen gut platzierten Freistoss von Martin Berisha zu parieren hatte. Menzo erarbeitete sich seine Chancen mehrheitlich aus dem Spiel heraus. Nacheinander kamen Naserizadeh, Cvijanovic, Andric und Shala zu erfolgversprechenden Aktionen.

Leichte Feldvorteile der Gäste

Kurz nach dem Tee hätte Menzo eigentlich in Führung gehen müssen, doch Shala konnte die perfekte Hereingabe von Blättler nicht verwerten. Menzos weitere Angriffe blieben alsdann mehrheitlich im hart einsteigenden Gästeblock stecken. Cvijanovic, der mehrmals Opfer wurde, führte zwar weiterhin Regie, vermochte aber aufgrund einer im Spiel zugezogenen Verletzung nicht mehr die volle Leistung abrufen. Es hätte gar für Menzo schlimm ausgehen können, denn in der 76. Minute roch es nach Tor. Sanfelese verwandelte einen Eckball direkt ins hintere Toreck, doch der diesmal sehr aufmerksame Schiri sah in der relevanten Szene ein Foul und aberkannte den Treffer. Es sollte bis zum Ende torlos bleiben.

Am kommenden Samstag reist Menzo Reinach nach Gränichen, wo um 20:15 Uhr gegen die zweite Mannschaft angepfiffen wird.


FC Menzo Reinach – ASC Sanfelese Aarburg 0:0. Fluckmatt. 150 Zuschauer. Schiedsrichter Gianmarco Coluccia, Killwangen.

FC Menzo Reinach Yilmaz; Sebastian Nuhi, Ardefrim Ahmetaj, Kadri Shala, Dätwyler; Lavdim Shala, Andric, Koliqi, Blättler; Naserizadeh, Cvijanovic. Des Weiteren kamen bei freiem Ein- und Auswechseln noch Bastian Yilmaz, Alpsoy, Jukic und Sumaj zum Einsatz. Menzo ohne Arshik Ahmetaj und Ivancic (beide verletzt).

ASC Sanfelese Aarburg Trost; Krajinovic, Martin Berisha, Coletta, Todaro; Billwiller, Sonzamanci, Manuel Berisha, Biland; Volkan Karaboga, Emrah Karaboga. Des Weiteren kamen bei freiem Ein- und Auswechseln noch Zilic, Majatovic, Ademi, Halimi, Estrela und Titone zum Einsatz.