Menzo Reinach fehlte das Glück

Meisterschaft 3. Liga, Gruppe 1, FC Menzo Reinach – FC Frick 1a 0:2 (0:0)


Der Gegner bot für den FC Menzo den erwarteten Härtetest, wobei das Resultat nicht den gebotenen Leistungen entspricht. Ein Remis hätten die aufopfernd kämpfenden Oberwynentaler, mit dem beispielhaften Einsatz ihres Spielertrainers Cvijanovic, redlich verdient.

– hhe – Es waren zwei völlig verschiedene Halbzeiten, die sich am vorgezogenen Termin am vergangenen Donnerstagabend auf der perfekt hergerichteten Menziker Fluckmatt präsentierten. Frick gehörte die Hälfte, erarbeitete sich Chance um Chance und der erstmals im Menzo-Tor eingesetzte Keeper Marco Lüscher hatte mehrmals Gelegenheit sich auszuzeichnen. So ging es mit 0:0 in die Pause, obwohl die Reinacher nach der Pause nur noch mit zehn Mann auf dem Platz standen; dies weil sich Dätwyler kurz vor dem Tee etwas überlaut über eine misslungene Aktion äusserte und dafür direkt Rot sah. Menzo-Coach Ahmetaj muss aber in der Pause die richtigen Worte gefunden haben, denn zur zweiten Halbzeit traten die Platzherren trotz Unterzahl wie verwandelt mit offensivem und zudem attraktivem Fussball an. Spielertrainer Ahmetajs Fazit: «Wir haben diesen starken Gegner in der zweiten Halbzeit teilweise an die Wand gespielt, erarbeiteten uns zahlreiche Möglichkeiten um vorzulegen, doch es war zum Verzweifeln was dieser Fricker Torhüter Herzog alles abgewehrt hat. Trotz des Resultats bin ich mit der Leistung unseres Teams sehr zufrieden. Wir sind auf dem richtigen Weg!». Eindrücklicher Beweis für die Steigerung des Heimteams liefert auch das Eckenverhältnis, das mit 8:6 endete, bei Halbzeit jedoch noch 1:4 stand. Dass Menzo nicht bis zum Schluss dicht halten konnte, war dann wohl doch die Folge der Dezimierung, sodass die Gäste gegen Schluss zwei ihrer wenigen Angriffe noch erfolgreich abschliessen konnten und mit dem zweiten Dreier nunmehr die Tabellenspitze zieren.


Gute Leistung bis zum Ausschluss: Jan Dätwyler (Bildmitte), hier gegen die Fricker Marco Boss und Thomas Keller (10).

Fricks erste Hälfte

Es zeigte sich von Beginn weg, dass Frick das eingespieltere Team stellte und dementsprechend die gefährlicheren Aktionen hatte. Tatsächlich demonstrierte Frick im ersten Drittel gutes Flügelspiel, eine optimale Raumaufteilung und eine hohe Laufbereitschaft. Menzo kam zwar mit seinen schnellen Vorderleuten auch ab und zu in die Nähe des Fricker Strafraums. Wirklich gute Abschlüsse fehlten aber vorerst. Die Angriffe der Fricktaler waren einfach zwingender. Zwei Beispiele: In der 23. Minute bedurfte es einer Grosstat von Torhüter Lüscher, als er einen satten Schuss von Sortino auf der Linie zu parieren vermochte. Und etwas später lenkte Lüscher gekonnt einen Freistoss des Fricker Captains Weidmann über die Latte. Doch auch Menzo blieb nicht untätig, denn kurz vor Ablauf der ersten Hälfte stand der freigespielte Murati plötzlich allein vor Torhüter Herzog. Der Fricker Schlussmann behielt aber die Nerven. Dann Sekunden vor dem Abpfiff hätte Frick doch noch den zu diesem Zeitpunkt verdienten Führungstreffer erzielen können, doch Karadal verzog.

Menzo mit mehr Mut und Entschlossenheit

Erstaunlich der Auftritt Menzos in die zweite Halbzeit. Das was die Gäste im ersten Half zelebrierten, gelang nun mehr und mehr den Einheimischen – und dies mit 10 Mann. Schon fünf Minuten nach Wiederanpfiff brauchte es ein Big Save von Torhüter Herzog um nach Corner den Einschuss Oranas zu verhindern. Kurz darauf mussten die Gäste das Glück beanspruchen als ein Kopfball Halitis (nur) am Aussenpfosten landete. So auch in der 70. Minute als durch ein Missverständnis zwischen Herzog und seiner Verteidigung der Ball unkontrolliert in Richtung Fricker-Tor rollte, dann aber kurz vor der Torlinie doch noch von Venzin ins Aus befördert werden konnte. Menzo stand dem Treffer zwar sehr nahe, doch letztlich war es die Drakopulos-Elf welche reüssierte. Nach einem Gäste-Konter brachten die Menzo-Verteidiger den Ball nicht aus der Gefahrenzone und prompt profitierte Einwechselspieler Michael Meyer (0:1 in der 78.‘). Da die Einheimischen nun alles in den Angriff warfen bekam Frick Gelegenheit zum Kontern, wobei kurz vor Schluss Habibija im Nachschuss noch auf 0:2 erhöhte.


Viel Druck auf das Menzo-Tor, doch Keeper Lüscher hielt in der ersten Halbzeit dicht.

Menzo heute Abend im Aargauer-Cup gegen Zweitligist Suhr

Menzo Reinach möchte zweifellos auch im heimischen Pokalwettbewerb ein Wörtchen mitreden, bekam aber schon in der ersten Runde einen starken Zweitligisten, nämlich Suhr 1, zugelost. Für die Ahmetaj/Cvijanovic-Truppe ein weiterer Gradmesser. Anpfiff heute Abend auf der Menziker Fluckmatt um 20:15 Uhr.


FC Menzo Reinach – Frick 1a 0:2 (0:0). Fluckmatt, Menziken. 220 Zuschauer. Schiedsrichter: Davor Nevistic. Tore: 78. Michael Meyer 0:1, 87. Habibija 0:2.

Menzo Reinach Lüscher; Lavdim Shala, Ardefrim Ahmetaj, Dätwyler, Fankhauser; Cvijanovic, Jusufi; Murati, Bekaj, Orana; Patriot Haliti. Bei freiem Ein- und Auswechseln kamen noch folgende Spieler zum Einsatz: Blättler, Betim Morina und Sizai Morina. Menzo Reinach ohne Ivancic, Loznjakovic, Alpsoy, Jukic, Alban Ahmetaj.

FC Frick 1a Gabriel Herzog; Keller, Boss, Weidmann, Venzin, Würgler; Sortino, Kessler, Timpano, Karadal; Habibija. Bei freiem Ein- und Auswechseln kamen noch folgende Spieler zum Einsatz: Michael Meier, Sala, Roman Herzog und Manuel Meier. Frick 1a ohne Lawson, Schmid, Iseni, Zumsteg, Müller, Roger Herzog und Leuthard.

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