Menzo verschenkt Punkte

Meisterschaft 3. Liga, Gruppe 1, FC Menzo Reinach – HNK Adria Aarau 0:0

Einen Punkt gewonnen, aber zwei verloren! Für den FC Menzo Reinach wäre jedenfalls mehr drin gelegen, doch das Glück stand mehr den Gästen aus Aarau bei. Viel dazu beigetragen hat HNK-Hüter Uletic, der fünf Minuten vor Schluss einen Penalty abwehrte.


Starke, aber glücklose Leistung des Menzo Teamseniors Abdullah Naserizadeh. Hier gewinnt er das Kopfballduell gegen HNK-Innenverteidiger Turcin.

– hhe – Was war zu erwarten, wenn der bislang mit Abstand erfolgreichste Sturm der Drittligagruppe 1, der FC Menzo Reinach, auf eine äusserst starke Verteidigung trifft? Man erhoffte sich einen Sturmlauf der Oberwynentaler. Dieses Szenario liess jedoch lange auf sich warten, denn in der ersten Halbzeit wogte das Spielgeschehen hin und her, wobei keiner der beiden Kontrahenten zu wirklichen Chancen kam. Anders im letzten Drittel der Partie, als Menzo eindeutig das Spielgeschehen diktierte und mit starker Offensivpower pausenlos Angriffe lancierte, doch noch und noch an der Aarauer «Mauer» scheiterte. Zum einen war es Unvermögen, das im verschossenen Elfmeter gipfelte und zum anderen bestätigte die Duvnjak-Elf ihre defensiven Qualitäten. Gefeierter Mann des Spiels wurde somit Adrias Torhüter Uletic, der seinen Kasten trotz Hektik in den Schlussminuten rein hielt. Am Ende stand aber fest, dass das Remis für den kroatischen Fussball-Club aus Aarau ein gewonnener Punkt darstellt, während man im Menzo-Lager zwei verpassten Zählern nachtrauert. Wirklich sehenswert war die Auseinandersetzung an diesem schönen Herbstsonntag hingegen nur in der letzten halben Stunde. Das Geschehen lebte von der Spannung, weniger von der Qualität.

Der Spielverlauf

Es dauerte eine ganze Weile, ehe die ersten Torszenen zu verzeichnen waren. HNK fand den Rhythmus etwas besser, bot aber vorerst auch nichts Gefährliches. Am ehesten eine Führungschance hatte Aaraus Topskorer Bajo, doch scheiterte er an Menzo Keeper Lüscher. Auch auf der Gegenseite war es ebenfalls der Torhüter, der für den torlosen Pausenstand sorgte. Auf beiden Seiten kam es vor und nach dem Tee zu einer Reihe von Freistössen, die aber allesamt von den Verteidigungsreihen zunichte gemacht wurden. Immerhin erarbeitete sich Menzo in der letzten halben Stunde eine Feldüberlegenheit und die Torraumszenen im HNK-Sechszehner häuften sich. Zwingende Abschlüsse blieben aber Mangelware, zumal sich die Gäste mehr und mehr aufs Verteidigen beschränkten. Mit der Einwechslung von Spielertrainer Cvijanovic eine Viertelstunde vor Schluss kam etwas mehr Kreativität in die Menzo-Offensivreihe. Dann, in der 85. Minute sollte doch noch ein Tor fallen, als den Einheimischen wegen eines Handvergehens ein Penalty zugesprochen wurde. Doch – wie eingangs erwähnt – die Führungschance wurde vergeben. Uletic parierte den von Bekaj getretenen Elfer bravourös. Sämtliche Angriffsbemühungen in den Schlussminuten wurden entweder Beute von Uletic oder wurden kläglich vergeben.

Fazit der Vorrunde

«Wenn zwei sich streiten, dann lacht der Dritte» - dieses alte Sprichwort trifft den Nagel auf den Kopf. Gemeint ist der FC Frick a, der vom 0:0 seiner direkten Verfolger profitiert, indem der Abstand zu den Tabellenplätzen 2 und 3 noch grösser wurde. Obwohl den Oberwynentalern in den 13 Spielen 51 Tore gelangen und sie auch mit Abstand das beste Torverhältnis aufweisen, bleibt die Punkteausbeute verhältnismässig bescheiden. Es fehlen dem FC Menzo Reinach nämlich mindestens jene Punkte, die mit vergebenen Penaltys vergeben wurden. Besonders weh tat die 0:1 Niederlage gegen das Resereveteam Schöftlands, in welchem die Cvijanovic/Ahmetaj-Truppe gleich zwei Elfmeterchancen ungenutzt liess. Die weiteren zwei Niederlagen gegen Leader Frick und Entfelden musste man aufgrund der damals aktuell stärkeren Gegner akzeptieren. Menzo Reinach geht also nach Verlustpunkten mit dem dritten Zwischenrang leicht unter den Erwartungen in die Winterpause. Sofern der Kader in seiner jetzigen Zusammensetzung erhalten bleibt darf Menzo trotz dieses Punkterückstandes weiterhin auf einen Aufstiegsplatz hoffen. Das Trainergespann wird gut daran tun, in den kommenden Wochen fleissig Elfmeterschiessen zu trainieren. Start in die Rückrunde am 22. März 2020 mit dem Heimspiel gegen den FC Buchs 1 auf der Menziker Fluckmatt.


FC Menzo Reinach – HNK Adria Aarau 0:0. Fluckmatt, Menziken. 200 Zuschauer. Schiedsrichter Rami Hanna.

FC Menzo Reinach Lüscher; Blättler, Ardefrim Ahmetaj, Dätwyler, Fankhauser; Jusufi, Jukic; Orana, Bekaj, Murati; Naserizadeh. Bei freiem Ein- und Auswechseln kamen noch Meier, Morina, Loznjakovic und Cvijanovic und zum Einsatz. Menzo Reinach ohne Kizilkan, Ivancic und Alban Ahmetaj (alle verletzt) und Lavdim Shala (wegen Panne nicht rechtzeitig eingetroffen).

HNK Adria Aarau Uletic; Mirel Mujakovic, Maric, Turcin, Zeravico; Gashi, Ravlic, Ancic; Ilak, Bajo, Kucalovic. Bei freiem Ein- und Auswechseln kamen noch Merfid Mujakovic, Tipura, Matosevic und Werfeli zum Einsatz.

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