Menzo von Kölliken reichlich beschenkt

Meisterschaft 2. Liga, FC Menzo Reinach – FC Kölliken 2:1 (1:0)


Der seit längerem in der Abstiegszone taumelnde FC Kölliken dominierte praktisch über die ganze Spieldauer, liess aber dennoch die Punkte im Oberwynental liegen. Für einmal obsiegte nicht die stärkere, sondern die glücklichere Mannschaft.


- hhe – Es war eine zähe, mit zahlreichen Unterbrüchen gekennzeichnete Partie, die den Zuschauern an diesem kühlen April-Samstagabend magere Fussballkost bot. Die Reinacher vermochten auch diesmal nicht an die Form und die Gefährlichkeit der Vorrunde anzuknüpfen. Ihnen kam indes zugute, dass sie bereits früh – dank eines von Goalgetter Gashi verwandelten Hands-Penaltys – vorlegen konnten. Und dann hatten sie das Glück, dass Kölliken aus seiner zunehmenden Überlegenheit wenig Kapital schlug. Zwar gelang den Gästen infolge Elezajs guter Einzelleistung mit einem Scharfschuss aus 18 m der Ausgleich und es sah danach lange nach einer für Menzo schmeichelhaften Punkteteilung aus. Selbst nach der Ampelkarte Kastriot Hasanramajs in der 72. Minute, als die Cubi-Elf alles im Griff hatte und die Oberwynentaler auf eine Totalpleite zusteuerten, änderte sich am Resultat (noch) nichts. Kölliken wechselte fast die ganze Sturmreihe aus und setzte damit in den Schlussminuten alles auf eine Karte. Diese riskante Taktik ermöglichte Menzo vermehrt zu kontern. Und tatsächlich, in der Nachspielzeit kam es für die aufopfernd kämpfenden Kölliker faustdick. Einwechselspieler Marjanovic gab dem Leder nach Gashis Vorbereitung und einem Abpraller den matchentscheidenden Schubser. Zur Überraschung von Spielern und Zuschauern kullerte das Leder zum 2:1 ins Kölliker Tor. Auch Menzo Trainer Oryachkov musste am Schluss anerkennen: «Es war kein sehenswertes Spiel, doch was soll’s, wir haben wieder drei Punkte mehr auf dem Konto und später fragt niemand mehr danach, wie sie zustande kamen!».

Wenngleich die Reinacher von Göttin Fortuna bevorteilt wurden, ergab die Partie ein paar positive Ansätze. Dank des frühen Führungstreffers war Kölliken gezwungen viel zu riskieren. Selbst nach dem Ausgleich behielt die Menzo Defensive ihre Ruhe, agierte mehrheitlich diszipliniert und liess die Kölliker noch und noch anrennen. Und was speziell hervorzuheben ist, war der Glaube an einen Sieg – trotz Unterzahl. Obwohl weit nicht alles gelang, blieb Menzo Reinach mit seinen wenigen Konterattacken bis zum Schluss gefährlicher als die Gäste. Der Dreier war ein vorgezogenes Ostergeschenk, das die Reinacher dankend annahmen.


Auswärts gegen Gontenschwil

Das Nachbarschafts-Derby gegen das abstiegsgefährdete Gontenschwil am Mittwoch vor Ostern dürfte weitere Erkenntnisse über die aktuelle Stärke von Menzo Reinach geliefert haben. Die mit einigen Ex-Reinachern gespickte Neumättli-Elf wird wohl alles darangesetzt haben, den Abstand zum Strich zu verkürzen.



FC Menzo Reinach – FC Kölliken 2:1 (1:0). Fluckmatt, Menziken. 200 Zuschauer. Tore: 3. Gashi 1:0 (Penalty), 64. Elezaj 1:1, 90.+1 Marjanovic 2:1. FC Menzo Reinach Neziri; Bucher, Hasanaj, Dätwyler (ab 35. Luongo), Flakron Lokaj (ab 53. Ghulam); Racaj (ab 60. Marjanovic), Fatjan Lokaj, Rudaj; Gashi, Kastriot Hasanramaj, Fankhauser. Menzo ohne Avni Hasanramaj und Burim Hasanramaj. FC Kölliken Hofer; Buchser (ab 89. Sorrentino), Molly, Trgo, Titone; Predojevic, Plazibat; Marku; Jafari (ab 77. Kamishaj), Bayazi (ab 67. Selimi, ab 89. Carvalho), Elezaj.




Scharf und präzis! Köllikens 1:1 durch Elezay (10). Doch am Ende musste der Gast ohne Punkt von der Fluckmatt abreisen.