Punkteteilung nach schwachem Spiel

Meisterschaft 2. Liga, FC Menzo Reinach – FC Wettingen 0:0


Es war wohl eines der schlechteren Spiele, die in dieser Saison auf der Menziker Fluckmatt am vergangenen Samstag bei idealem Fussballwetter ausgetragen wurde. Nicht verlieren – so lautete wohl die wichtigste Devise beider Mannschaften.


- hhe – «Ein Punkt ist zwar besser als gar keiner, doch wir hätten den Sieg verdient!» - so das Fazit von Menzo-Präsident Angelo Botrugno. Gemessen an der spielerischen Qualität war das Remis zwar gerecht, doch Menzo stand dem Dreier tatsächlich näher als die Gäste. Der kleine Punktegewinn darf für Menzo dennoch als ersten Schritt in die richtige Richtung gewertet werden. Nach vier Niederlagen in Serie doch etwas Balsam für Oryachkovs durchgerütteltes Team.


Menzo trat einmal mehr ersatzgeschwächt an. So fehlte diesmal nebst Fankhauser (verletzt) und Kastriot Hasanramaj (letzte Spielsperre) auch Standardhüter Neziri. Ersatzkeeper Gecaj hatte jedoch nicht ein einziges Mal wirklich ernsthaft einzugreifen. Das lag einerseits an der fast wirkungslosen Angriffsreihe der Gäste, andererseits aber auch an einer diszipliniert agierenden Verteidigungsreihe der Gastgeber, die gut funktionierte. Wären da nicht wiederum ein paar unnötige Tendeleien und grobe Abspielfehler zu verzeichnen gewesen, könnte gar von einer tadellosen Leistung gesprochen werden. Nur ein einziges Mal, nämlich Mitte der zweiten Halbzeit musste Menzo etwas Glück in Anspruch nehmen, als Wettingens Sturmspitze Shabani die Latte traf. Ab und zu vermochten die Gäste von der Altenburg einzig noch bei stehenden Bällen etwas Gefahr in den Menzo Strafraum zu bringen. Da standen doch einige Möglichkeiten mehr auf Seiten der Einheimischen gegenüber. Da gilt es mal die eine nach einer guten halben Stunde Spielzeit von Burim Hasanramaj, der eine scharfe und präzise Hereingabe nur um Zentimer verfehlte, zu erwähnen. Oder die Topchance Marjanovic’, dessen Kopfball in der 51. Minute nur haarscharf das Ziel verfehlte. Dann aber auch das aus unerklärlichen Gründen aberkannte Tor in der 66. Minute, welches die Partie wohl vorentschieden hätte (Bild). Auch sonst tat Menzo etwas mehr für das Spiel, doch mehr als die beschriebenen Topchancen lagen an diesem Tag auch nicht drin.

Wenngleich der FC Menzo Reinach in der Tabelle einen weiteren Platz nach unten gerutscht ist, kommt ihm zugute, dass sich der Abstand auf einen Abstiegsplatz gegenüber dem zwölftplatzierten Küttigen um einen Punkt vergrössert hat. Ganz «aus dem Schneider» ist Menzo trotz der 8 Punkte Differenz zum ominösen Strich indes noch nicht. Je nachdem, wie sich die direkten Konkurrenten in den letzten fünf Runden gegenseitig noch Punkte abnehmen, sind möglicherweise auch die Oberwynentaler auf weitere Punkte angewiesen. Nächster Prüfstein ist Spitzenreiter Windisch, das sich in Runde 25 von Lenzburg geschlagen geben musste. In dieser Liga, in der fast jeder jeden schlagen kann ist der Ausgang selbst gegen die Reinacher offen, obwohl die aktuellen Stärkeverhältnisse für den Leader sprechen. Anspiel am kommenden Dienstagabend um 20.15 Uhr auf dem Windischer Dägerli (Platz 2).



FC Menzo Reinach – FC Wettingen 0:0. Fluckmatt Menziken. 180 Zuschauer. FC Menzo Reinach Gecaj; Bucher, Dätwyler, Avni Hasanramaj, Luongo, Pignatelli, Rudaj (ab 71. Mustafa), Marjanovic (ab 89. Schiavano); Altin Gashi, Haliti, Burim Hasanramaj ab 83. Ghulam). FC Wettingen Heiniger, Iuliano, Alili (ab 43. Alabaki), Feta, Imbrogno; Hard (ab 85. Hartmann), Sinani, Bamberger, Qerimi; Caforio (ab 73. Miolo); Shabani.



66.’ Das (Hinter-)Kopfballtor Pignatellis fand beim Schiedsrichtertrio keine Anerkennung.